Das Schwierige am Reisen

Der schwierige Teil meiner bisherigen Reise mit dem Fahrrad bestand nicht darin Berge zu erklimmen, Stunde um Stunde und tagelang durch die Hitze zu fahren, durch Donner und starke Regenschauer in die Pedale zu treten, das Fahrrad auf schlechte Pisten oder steile Anstiege zu schieben oder den Staub der vorbeifahrenden Lkw’s zu fressen. Ebenfalls waren es nicht die Momente Niemanden zu kennen, alleine zu sein, keine Zugehörigkeit zu spüren, sich ständig orientieren zu müssen, mit missmutigen Gringo-Rufen von Kindern begrüsst zu werden oder nach einem langen Tag nicht zu wissen, wo man schläft und nichts zu Essen zu haben.
Nein, das waren nicht die schmerzvollen Momente dieser Reise. Auch dann nicht, wenn man nicht mehr auf dem Sattel sitzen kann, die Müdigkeit bei Anstiegen in die Wadeln sticht und man dreckig und verschwitzt am Strassenrand sitzt und das Rad repariert.
Oder die Zeit auf dem Segelboot, in der ich mich regelmässig übergeben musste, nicht schlafen konnte und das Körpergefühl miserabel war.
Nein!
Das Schwierige am Reisen war für mich bisher lieb gewonnene Menschen zurück zu lassen.

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